Argumente gegen Großschlachthof

Zerstörung des Naherholungsgebietes Heimstettener See

Dieses Gebiet ist Naherholungsgebiet für die Bürger-innen und Bürger aus den Gemeinden Kirchheim/ Heimstetten, Feldkirchen und Aschheim/Dornach (28.000 Menschen). Es ist nahezu Hohn, dass davon ausgegangen wird, dass man sich noch an den Heimstettener See legen kann, wenn im Hintergrund tausende Tiere geschlachtet werden. Im Sommer wird das Probleme mit der Geruchsbelästigung naturgemäß noch stärker auftreten. Der Sportpark, Roberto Beach, die Wasserskianlage und die Kleingartenanlage werden davon besonders betroffen. Der Siedlungsdruck aus München nimmt stetig zu, deshalb ist es notwendig noch stärker auf die restlich verbliebenen grünen Oasen zu achten, insbesondere für die nächste Generation.

 

 

Hat Aschheim das nötig?

Herr Glashauser redet von 250 Mio € Umsatz im Jahr und verkennt dabei die Tatsache, dass sich die Gewerbesteuer nicht vom Umsatz, sondern vom Gewinn errechnet. Die meisten Betriebe engagieren findige Steuerberater, um den Gewinn klein zurechnen, um Steuern zu sparen. Wenn Unternehmen neu bauen oder investieren, fallen in den ersten Jahren, das liegt in der Natur der Sache, sowieso eher Verluste an.

Auch wenn die Gebäude und Services durch Metzger, Fleischverarbeiter, Schächter etc. angemietet werden, fallen für sie Kosten, zwar sind sie in der Anfangsphase nicht so hoch, aber über die Zeit wird der Kostenaufwand höher als bei Einmalinvestitionen. Also wieder keine Gewerbestuer! Hier verrechnet sich die Gemeinde ordentlich.

 

Gewaltiger Imageverlust

Es wird nichtmehr heißen Aschheim, wo es sich schön leben lässt, sondern Aschheim der Ort beim Schlachthof.

Mit Schlachthof in der Gemeinde, wird es sicherlich schwerer zukunftsweisende Unternehmen zu finden. Unternehmen suchen attraktive Standorte, die ihr Business voranbringen und die talentierte Mitarbeiter mit ihren Familien anziehen.

Mit einem Großschlachthof ist die Zukunftsstrategie schlagartig beendet. Es werden Unternehmen aus Aschheim wegziehen und es werden sich weniger neue Unternehmen innerhalb der Gemeinde ansiedeln.

 

Kontrollbehörden
Momentan werden diverse Skandale in der Lebensmittelbranche in Bayern aufgedeckt. Dazu zählt Bayern Ei, Tierschutz in bayerischen Schlachthöfen, Hygiene im Schlachthof Landshut etc. Es scheint, dass die bayerischen Kontrollbehörden, hier nicht wirklich durchgegreifen, was auch immer die Gründe sein mögen. Warum soll das in Aschheim anders sein? Das Gemauschel im Vorfeld ist auch nicht gerade der Vertrauensbildung förderlich!

 

Natürlich gibt es noch sehr viel mehr Gründe, die gegen einen Schlachthof in Aschheim sprechen.

 

von Herrn Lohmann
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